Login

Heute wurde das 13. stationäre Hospiz für Erwachsene in Sachsen in Betrieb genommen. Mitten in Bischofswerda gibt es nun 12 Plätze für die bessere Versorgung von Sterbenden. Gesundheitsministerin Petra Köpping dazu: »Friedlich, schmerzfrei und liebevoll umsorgt sein Leben beenden zu können, ist ein erfüllbarer Wunsch. Hospiz- und Palliativarbeit leistet einen wichtigen Beitrag und ist in Sachsen gut aufgestellt. Der Freistaat hat den Ausbaubedarf bei der stationären Hospizversorgung anerkannt und mit einer Landesförderung von 444.000 € mit dazu beigetragen, dass dieses Vorhaben Wirklichkeit geworden ist. Sachsen ist bundesweit führend bei der Landesförderung für diese wichtige Hospizarbeit. Und ich bin zuversichtlich, dass auch an diesem neuen Standort eine würdige Begleitung der Betroffenen und eine gute Betreuung der Angehörigen stattfinden wird.«

Sachsenweit gibt es 155 stationäre Hospizplätze für Erwachsene und zehn für Kinder. Das erste stationäre Hospiz für Dresden ist ebenfalls im Bau. Damit ist der Bedarf in der Region langfristig gedeckt.

Zudem sind mehr als 2.100 ehrenamtliche Hospizhelferinnen und –helfer in den 54 ambulanten Hospizdiensten Sachsens organisiert. Sie spenden den Betroffenen gemeinsame Zeit, um die letzte Lebensphase würdig zu gestalten. Neue Ehrenamtliche werden dringend gesucht. Ebenfalls wichtig für eine gelungene Hospizarbeit ist die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Aufgrund der Corona-Pandemie ist diese aber rückläufig, da zahlreiche Spenden-Veranstaltungen nicht stattfinden konnten.
Weitere Informationen unter:

https://www.hospiz-ostsachsen.de/
https://www.pflegenetz.sachsen.de/hospiz-und-palliativversorgung.html
https://hospiz-palliativ-sachsen.de/

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 01.07.2020.

Ministerin Petra Köpping: »Mit einem Vorwarnsystem dem Anstieg der Infektionszahlen zeitig vorbeugen«

Sachsens Gesundheitsministerium hat ein Stufenkonzept erstellt, auf dessen Basis beim Auftreten eines erhöhten Infektionsgeschehens in Landkreisen und Kreisfreien Städten verschärfende Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen. Gesundheitsministerin Petra Köpping informierte die Staatsregierung auf deren Sitzung heute über dieses Konzept. Es formuliert neben grundsätzlichen Maßnahmen, die unabhängig von der Infektions-Stufe zu ergreifen sind, auch solche, die in den Stufen ab 20, 35 und 50 Fällen pro 100.000 Einwohner des Landkreises bzw. der Kreisfreien Stadt innerhalb von einer Woche verschärfend ergriffen werden sollten. Eingebettet in dieses Konzept wurde die Testkonzeption, die auf der Entscheidung des sächsischen Kabinetts und der Test-Verordnung des Bundes aufbaut.

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärt: »Wir geben den Behörden in den Landkreisen und Kreisfreien Städten eine konkrete Handlungsorientierung an die Hand, damit sie im Falle eines regionalen Anstiegs der Infektionsfälle in Abstimmung mit meinem Haus schnell und effektiv reagieren können. Da wir es zukünftig mit lokalen Ausbrüchen zu tun haben werden, haben wir uns zu diesem Strategiewechsel von einem landeseinheitlichen Vorgehen hin zu regionalen oder lokalen Maßnahmen in Abhängigkeit der 7-Tagesinzidenzen entschieden. Wichtig war mir, dass nach einem Vorwarnsystem bereits zu einem frühen Zeitpunkt Maßnahmen ergriffen werden können und wir nicht erst reagieren, wenn der absolute Alarmwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner während der letzten sieben Tage erreicht wird.« Die Ministerin ergänzt: »Auch wenn sich die Verantwortung jetzt mehr auf die regionalen Behörden verlagert, beraten und unterstützen wir alle Landräte und Oberbürgermeister und ihre Gremien und stimmen uns eng mit ihnen ab.«

Das Konzept sieht vier Phasen vor. Stufenphase 0 stellt den Normalbetrieb dar. Die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich auf einem Wert von unter 20 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner unterhalb der ersten Stufenphase. Es gelten die allgemeinen Maßnahmen für alle Phasen. Phase 1 wird erreicht, wenn die Zahl der Neuinfektionen einen Wert von 20 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner übersteigt. Die allgemeinen Maßnahmen für alle Phasen werden intensiviert. In Phase 2 übersteigt die Zahl der Neuinfektionen einen Wert von 35 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Zur Eindämmung der Infektionen können Beschränkungen im öffentlichen Raum angeordnet werden, wie die Schließung von Gemeinschaftseinrichtungen, die Absage von Veranstaltungen, die Sperrung von Plätzen. Zugleich erweitert sich der Personenkreis, dem Testungen zur Verfügung stehen. Mit Phase 3 und einem Inzidenzwert von 50 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ist der absolute Ernstfall erreicht. Zur Unterbrechung der Infektionsketten werden Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und Kontaktverbote oder Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. Es kann zu großräumigen Schließungen von Einrichtungen kommen. Coronatests werden für bestimmte Berufs- und Bevölkerungsgruppen verpflichtend. Die Maßnahmen bleiben so lange bestehen bis die Zahl der Neuinfektionen den Inzidenzwert von 50 wieder unterschritten hat. Für die in den einzelnen Stufenphasen nötigen freiwilligen und verpflichtenden Testungen stellt der Freistaat rund 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 30.06.2020.

Auf Basis der gemeinsamen Vereinbarungen der Bundesländer und der Bundesregierung über den Umgang mit Reisenden aus Landkreisen und Städten mit einer stark erhöhten Zahl von Coronavirus-Infektionen erlässt der Freistaat Sachsen eine entsprechende Regelung. Demnach dürfen Personen aus einem Landkreis, einer Kreisfreien Stadt im Freistaat Sachen oder im Bundesgebiet oder Personen aus Stadtstaaten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage in einer Beherbergungsstätte oder einem Beherbergungsbetrieb nur dann untergebracht werden, wenn sie über ein ärztliches Zeugnis verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind. Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine Testung in einem zertifizierten Labor stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist. Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko werden durch das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt festgelegt und auf der Internetseite www.coronavirus.sachsen.de bekanntgegeben.

Festgeschrieben ist diese Vorschrift in Paragraf 3 Absatz 3 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 25. Juni 2020. Diese tritt am 27. Juni 2020 in Kraft und gilt bis einschließlich 17. Juli 2020.

Auf ein solches, weitgehend einheitliches Vorgehen hatten sich die Bundesländer und die Bundesregierung vorab geeinigt.

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 26.06.2020.

Sozialministerin Petra Köpping: »Wichtiger Baustein für die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse für Menschen mit Behinderungen in Sachsen«

»Nicht ohne uns über uns« – so lautete der Leitspruch der bundesweiten Kampagne zum Bundesteilhabegesetz, den die Selbsthilfeverbände und Behindertenverbände genutzt haben. Menschen mit Behinderungen haben sehr oft die Erfahrung machen müssen, dass ohne sie über sie gesprochen wird und dann lebensrelevante Entscheidungen über ihr Leben, ihre Teilhabe und auch über ihre Hilfebedarfe getroffen werden.

Durch den Erlass einer Rechtsverordnung wird der Integrierte Teilhabeplan Sachsen (ITP) nun landesweit als Instrument der Bedarfsermittlung für die Leistungen der Eingliederungshilfe eingeführt und somit eine einheitliche Verfahrensweise der Träger der Eingliederungshilfe gewährleistet. Damit kommt der Freistaat dem Wunsch der Leistungsträger als auch der Leistungserbringer sowie der Verbände der Menschen mit Behinderung für ein landeseinheitliches Bedarfsermittlungsinstrument nach.

Sozial- und Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärt: »Ich bin froh, dass wir in Sachsen mit dem Integrierten Teilhabeplan Sachsen einen unverzichtbaren Baustein für die Ermittlung von Bedarfen der Menschen mit Behinderungen gemeinsam erarbeiten konnten. Der ITP Sachsen wurde durch ein Institut entwickelt und modellhaft von den Landkreisen Nordsachsen und Erzgebirgskreis, der Landeshauptstadt Dresden und dem Kommunalen Sozialverband Sachsen erprobt. Wir wünschen uns dadurch künftig nicht nur Verbesserungen für alle Menschen mit Behinderungen. Wir wollen auch Impulse setzen, damit sich die Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen in Sachsen vereinheitlichen und auch neue Leistungsformen entstehen können. Idealerweise sollen diese auch auf veränderte Rahmenbedingungen, ob im persönlichen Bereich oder im Sozialraum, reagieren können. Daran bemessen sich Chancengleichheit und Teilhabe.«

Der ITP Sachsen ist ein Instrument, mit dem die Unterstützung, die ein behinderter Mensch benötigt, um seinen Alltag eigenständig und selbstbestimmt zu gestalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, erfasst wird. Wünsche, Bedarfe und Ansprüche werden in einem persönlichen Gespräch miteinander erörtert und partizipativ ermittelt – auch bei erheblichen Kommunikationseinschränkungen, um eine dauerhafte Teilhabe in allen Lebensbereichen von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten. Der ITP Sachsen hält verschiedene, standardisierte Erhebungs- und Dokumentationsbögen vor, die bedarfsabhängig genutzt werden, um ein umfassendes Bild im Rahmen der Bedarfsermittlung zu erhalten.

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 23.06.2020.

Neue Corona-Schutz-Verordnung gilt ab 30. Juni 2020

Im Freistaat Sachsen gelten die drei wesentlichen Grundlagen zur Verhinderung von Infektionen mit dem Corona-Virus auch künftig weiter: Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot von 1,50 zwischen Personen im öffentlichen Raum sowie die Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, von Reisebussen und regelmäßigen Fahrdiensten sowie im Einzelhandel. Darüber verständigte sich heute das Kabinett in seiner Befassung mit der kommenden Corona-Schutz-Verordnung. Diese wird weitere moderate Lockerungen enthalten. So sind ab dem 30. Juni Familienfeiern außerhalb des privaten Bereichs z.B. in Gaststätten mit bis zu 100 Personen zugelassen. Öffnen dürfen zudem Musikclubs mit genehmigtem Hygienekonzept aber ohne Tanz.

Alle anderen Vorschriften der aktuell geltenden Corona-Schutz-Verordnung bleiben gültig. Das betrifft auch die Kontaktbeschränkungen, wonach private Zusammenkünfte in der eigenen Häuslichkeit ohne Begrenzung der Personenzahl zulässig sind. Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum bleiben weiterhin nur allein und mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes, in Begleitung der Partnerin oder des Partners, mit Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, und mit Angehörigen eines weiteren Hausstandes oder mit bis zu zehn weiteren Personen erlaubt.

Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt nicht in Kindertageseinrichtungen, in Schulen und bei schulischen Veranstaltungen. Der generelle Betrieb von Kitas und Schulen wird in einer separaten Allgemeinverfügung geregelt.

Die Rechtsverordnung gilt vom 30. Juni 2020 bis einschließlich 17. Juli 2020.

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 23.06.2020.

Zum Seitenanfang

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.