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Die Landtagsabgeordnete und geschäftsführende Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping (SPD) ruft die Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises Leipzig auf am Samstag, den 09. November, dem nunmehr 81. Jahrestag der Reichspogromnacht im Landkreis an den lokalen Erinnerungsorten zu gedenken.

"Vor wenigen Tagen hat uns der Anschlag auf die Synagoge in Halle gezeigt, dass Antisemitismus und Menschenverachtung immer noch zu gewaltsamen Taten führen, die unser friedliches Zusammenleben gefährden" erklärt Köpping, die weiterhin klar macht, dass sie allen aktiven Stadtgesellschaften bestehend aus Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Parteien, Kirchen und Einzelpersonen dankbar sei, dass diese die Erinnerung an die Schrecken des Nationalsozialismus hochhalten.

"Natürlich gilt der 09. November nicht zu Unrecht als ´Schicksalstag der Deutschen´ an dem die größten, aber zugleich auch die dunkelsten Stunden der Geschichte geschahen - so wurde 1918 durch den Sozialdemokraten Philipp Scheidemann die Republik ausgerufen, 1989 fiel die Mauer und eben1938 brannten am 09. November deutschlandweit die Synagogen und die ersten Massenverhaftung der Nazis fanden statt" führt Köpping aus. Besonders die erschreckenden Ergebnisse des Sachsen-Monitors welche neben überdurchschnittlichen antisemitischen auch andere menschenfeindliche Einstellungen innerhalb der sächsischen Gesellschaft messen konnten, mache ein Erinnern der all zu oft schweigenden Mehrheit, welche geringere Ressentiments hegen, umso wichtiger.

Die lokalen Erinnerungsveranstaltungen zeigen laut Köpping, dass die Verfolgung der jüdischen Mitbürger auch in unserer jeweiligen Nachbarschaft geschah, genauso wie es KZ-Außenlager, erinnert sei an Flößberg, auch in unserem heutigen Landkreis gegeben hat. 

Die zentrale Gedenkveranstaltung in Markkleeberg findet ab 18:00 Uhr an den Stolpersteinen der Familie Bamberger (Hauptstraße 3) statt. Zudem wird an weiteren Stolpersteinen im Stadtgebiet durch die Mitglieder des AG Spurensuche des Rudolf Hildebrand Gymnasiums an die Opfer erinnert werden.

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